Wie wir auf der diesjährigen Hauptversammlung schon
angekündigt haben, sollen Workshops für Maschinenanwender kreiert
werden.Die Idee ist, einen Erfahrungsaustausch von Mitarbeitern zu
ermöglichen, die einen bestimmten Maschinentyp bedienen. Dies soll
keine
Bedienerschulung sein, die Teilnehmer müssen die Maschine und Programme
weitestgehend beherrschen. Die Mitarbeiter sollen untereinander
Erfahrungen bei
der Lösung von „schwierigen“ Schleif- und/oder Programmaufgaben
austauschen
können und somit von den Erfahrungen der Kollegen profitieren. Dies
bedingt
natürlich auch seine eigenen Kenntnisse und Erfahrungen mit
einzubringen.Der Informationsaustausch soll direkt praktisch an der
Maschine erfolgen, so dass wir eine Teilnehmeranzahl von 5 Bedienern
nicht
überschreiten wollen. Den Workshop wird ein von uns
gestellter„Administrator“ moderieren,
der nicht unbedingt Experte für diese Maschine sein wird. Die
Problemlösungen
sollen von den Anwendern erarbeitet werden.Wir werden allen Teilnehmern
vorab mitteilen, welche
Kollegen aus welchen Firmen sich angemeldet haben.Der Workshop wird 2
bis 3 Tage dauern, um ausreichend Zeit für einen intensiven Austausch zu haben.
5-Achs-CNC-Werkzeugschleifmaschinen der Firma Schneeberger Typ NORMA.
Die Teilnehmergebühr beträgt 190,-€/Person (240,-€ für Nicht-Mitgliedsfirmen), Übernachtungen können wir in Bad Neustadt preisgünstig anbieten,
einen Mittagsimbiss und Getränke werden wir bereitstellen.
Werkstoffspezifische Anforderungen an Zerspanwerkzeuge für unterschiedliche Stähle
Referent: Dipl.-Ing. Markus Heilmann
Stahl
besitzt einen überragenden Anteil als Konstruktionswerkstoff im
Maschinen- und Anlagenbau. Ursache hierfür sind neben den ökonomischen
auch die technologischen Einflussgrößen, wie das große
Eigenschaftsspektrum, das durch Stahlwerkstoffe abgedeckt wird, und die
Herstellungskosten. Die Werkstoffeigenschaften von Stahlwerkstoffen
werden im Wesentlichen durch die Legierungselemente und Stahlbegleiter,
die Art der Wärmebehandlung sowie die Vorgeschichte des Rohteils oder
Halbzeugs bestimmt. Das Spektrum dieser Werkstoffgruppe reicht von
unlegierten Stählen für allgemeine Anwendungen bis zu Werkstoffen mit
genau an die Anwendung abgestimmten Eigenschaften, wie hochfeste und
nichtrostende Stähle. In Abhängigkeit von den Werkstoffeigenschaften
der Stahlwerkstoffe entstehen hinsichtlich der spanenden Bearbeitung
unterschiedliche Herausforderungen. Diese können sich beispielsweise in
unzureichendem Spanbruch oder in hohen thermomechanischen Belastungen
widerspiegeln, wodurch der Werkzeugverschleiß und damit die
Werkzeugstandzeit deutlich beeinflusst werden. Für eine wirtschaftliche
Bearbeitung gilt es, bei der Zerspanung den Herausforderungen durch
eine angepasste Prozessauslegung, beispielsweise durch eine Anpassung
der Werkzeugmakro- und -mikrogestalt, des Schneidstoffs und der
Beschichtung, dem Kühlschmierstoffkonzept sowie den Schnittwerten zu
begegnen. Dabei ist ebenfalls eine Berücksichtigung der Besonderheiten
der verschiedenen spanenden Fertigungsverfahren erforderlich.
Schneidkantenpräparation
Referentin: Dipl.-Ing. Ina Terwey
Die Trennung des Werkstoffs vom Werkstück stellt den zentralen Vorgang
bei der Zerspanung dar und somit hohe Anforderungen an die
Werkzeugfestigkeit sowie an die Stabilität der eingesetzten
Schneidkanten. Zur Erzeugung der Gestalt von Vollhartmetall-werkzeugen
werden in der industriellen Praxis zumeist Schleifprozesse eingesetzt,
die in Abhän-gigkeit von der jeweiligen Prozessführung zu
Mikroausbrüchen entlang der Schneidkante führen können. Diese
Mikroausbrüche verringern die Schneidkanten-stabilität, was einen
erhöhten Werkzeugverschleiß zur Folge hat und zu einem vorzeitigen
Ausfall des Werkzeuges führen kann.Ziel der Kantenpräparation ist es
hierbei, eine definierte Verrundung der Schneidkante zu erzeugen sowie
die Schartigkeit entlang der Schneidkante zu reduzieren, um das
Einsatzverhalten der Werkzeuge durch eine erhöhte Kantenstabilität zu
verbessern. Als Kantenpräparationsverfahren eignet sich neben Bürst-
und Schleppschleifverfahren das Strahlspanverfahren. Hierbei ist es
über die Einstellung der Prozesskenngrößen, wie
Strahlvorschub-geschwindigkeit, Strahlabstand sowie Strahlwinkel,
möglich, die Größe und Ausrichtung der Verrundung zu beeinflussen. Des
Weiteren gilt es, bei Kenntnis der Prozesszusammenhänge die zeitliche
und räumliche Prozessführung komplexen Schneidkanten anzupassen.
Insgesamt ist es aufgrund der höheren Kantenstabilität möglich, sowohl
die Verschleißbeständigkeit der Zerspanungs-werkzeuge als auch die
erzeugte Oberflächengüte trotz der mit der Verrundung ansteigenden
Prozessbelastungen zu verbessern.
Referent: Dipl.-Ing. Josef Sauren
Erfolgreiche Unternehmen brauchen kenntnisreiche, verantwortlich arbeitende Mitarbeiter die mit ihren Kenntnissen und Erfahrungen des Schleifprozesses die Qualität der hergestellten Produkte und aufbereiteten Werkzeuge mitbestimmen. In diesem Sinne soll das Seminar die Grundlagen für ein Verständnis des Schleifens mit konventionellen Schleifmitteln Al2O3 (Korund) und SiC (Siliziumkarbid) vermitteln.
Ausgehend von einem kurzen Überblick über die Mechanismen des
Spanbildungsprozesses folgen in ausführlicher Darstellung Informationen zu:
- Schleifscheibenkenn- und Bestellgrößen
- Schleifmittel Al2O3 und SiC
- Bindungen von Al2O3 und SiC-Schleifscheiben
- Einsatzvorbereitung - Abrichten und Schärfen
- Unwucht und Auswuchten
- Kühlschmiermittel - ein Überblick
- Sicherheit beim Schleifen
- Maß- und Toleranzangaben in Zeichnungen
- Bezeichnungen und Rechengrößen beim Schleifen
- Werkzeugschleifen, Rückblick und Ausblick
Ziel: Vermittlung eines Basisverständnisses des Schleifprozesses, der zum Einsatz kommenden konventionellen Schleifmittel und deren Herstellung sowie der zugehörigen Bedingungen für einen erfolgreichen und sicheren Einsatz.
Zielgruppe: Fachfremde oder angelernte Mitarbeiter an der Maschine, ggf. Mitarbeiter aus der Auftragsannahme oder Beschaffung etc. die Basisinformationen benötigen, um zu einem besseren Verständnis und einer mit mehr Übersicht versehenen Handhabung ihres Aufgabengebietes zu kommen.
Referent: Dipl.-Ing. Josef Sauren
Die Schleiftechnik, nicht zuletzt auch beim Werkzeugschleifen, hat in den letztenJahren enorme Fortschritte gemacht und innovative Weiterentwicklungen und Problemlösungen ermöglicht. In diesem Erweiterungs- und Vertiefungsseminar werden auf der Basis der Grundlagen, insbesondere die Bausteine für diese Innovationen beschrieben. So sind vor allem die Hochleistungsschleifmittel Diamant und CBN, ergänzt durch Sol-Gel und Sinterkorunde, mit ihren Leistungsfähigkeiten verantwortlich dafür, das CNC-Schleiftechnik und zugehörige Maschinen aber auch hochkomplexe Werkzeuggeometrien erfolgreich im Markt sind. Die Inhalte sind:
Ziel: Mit der Teilnahme an diesem Seminar erhalten die Teilnehmer einen fundiertenÜberblick über den gegebenen Stand der erfolgreichen Anwendung von Hochleistungsschleifmitteln. Anhand einer Vielzahl von Informationen zu allen, auch zu Randbereichen der Schleiftechnik sollte Sicherheit in der Beurteilung der eigenen betrieblichen Gegebenheiten möglich sein. Während des Seminars wird genügend Gelegenheit gegeben sein, auch individuelle Problemstellungen zu diskutieren.
Zielgruppe: Mitarbeiter die entweder als Einsteller an der Maschine oder im Rahmen von Aufsicht und Führung in der Lage sein sollen, Ergebnisverbesserungen zu erarbeiten, Optimierungen durchzuführen und andere Mitarbeiter schleiftechnisch anzuleiten.
Referent: Dipl.-Oec. H.-Otto Bartels
In vielen Werkzeugschleifereien findet man Einzel- und Kleinserienfertigung. Die Prozessabläufe sind durch zunehmende Variantenvielfalt, kundenspezifische Entwicklungen und hohe Arbeitsteiligkeit immer komplexer geworden. Einfache Abläufe, die entsprechend der natürlichen Arbeitsreihenfolge angeordnet sind und der Verzicht auf nicht wertschöpfungsrelevante Teilprozesse sind Erfolgsfaktoren einer neu gestalteten Auftragsabwicklung im Unternehmen. Auftragsabwicklung beginnt schon bei der Positionierung der Produkte/ Leistungen am Markt und geht über die Lieferung hinaus. Das Ziel der Auftragsabwicklung sollte der zufriedene Kunde sein. Aus diesem Grunde ist ein kundenorientierter Prozess notwendig. Die Inhalte des Seminars sind:
Ziel: Die Teilnehmer erhalten in diesem Seminar Werkzeuge und Anregungen für eine kundenorientierte Neuausrichtung der Auftragsabwicklung.
Referent: Dipl.-Ing. Wilm-Henner Niemeyer
In diesem als Workshop veranstalteten Seminar werden die technischen Eigenschaten der hartmetallbestückten Kreissägeblätter intensiv behandelt. Dazu gehören die Eigenschaften der verwendeten Hartmetalle und deren Einsatzgebiete sowie die Gütekriterien des Stammblattes. Weiter wird auf die Randbedingungen des Maschineneinsatzes eingegangen. Dieses Seminar vermittelt weiterführende Kenntnisse auf dem Gebiet der HM-Kreissägeblätter. Grundlegende Begriffe der Zerspanungstechnik werden jedoch vorausgesetzt. Das Themengebiet ist interessant für Mitarbeiter im Schleifdienst und Mitarbeiter im Außendienst und im Innendienst, welche mit dem Verkauf und der Beratung des Produktes HW-Kreissägeblatt beschäftigt sind.