Die Anforderungen an moderne Schneidwerkzeuge sind in den
letzten Jahren stetig gestiegen. Neue Schneidgeometrien, Werkstoffe und
Beschichtungen haben sich durchgesetzt. Diese Tatsachen und der Trend
zur Komplettbearbeitung, der einen großen Bedarf an Sonderwerkzeugen
geschaffen hat, trugen zur Profilierung eines Berufszweiges bei, der
immer mehr an Bedeutung erlangt: das Schneidwerkzeugmechaniker-Handwerk,
entstanden aus dem Handwerksberuf der Messerschmiede.
Der Messerschmied
war zuständig für das Schärfen, die Instandhaltung und u.U. auch die
Neuanfertigung aller Schneidwerkzeuge im Haushalt und im Handwerk. Doch
das Berufsbild hat sich total verändert. Heute kann man - dank
modernster Maschinentechnik, entsprechender Kenntnisse und Fertigkeiten
- von einem hochspezialisierten Fachmann sprechen. Der
Schneidwerkzeugmechaniker ist ein anerkannter Ausbildungsberuf mit
einem breiten Spektrum an Fachwissen, besonders in der Schleif- und
Werkzeugtechnik.
Die modernen Werkzeugmaschinen, seien es nun Metall- oder
Holzbearbeitungsmaschinen, verlangen nach hochpräzisen
Zerspanungswerkzeugen, oft in Sonderformen, die neu erstellt und/oder
instandgehalten werden müssen. Das bedingt einen hohen Kenntnisstand,
gepaart mit hochpräzisen Schleif- und Messmaschinen. Hier ist der
Schneidwerkzeugmechaniker der anerkannte Partner des Handwerks und der
Industrie.
Die in den vergangenen Jahrzehnten stetig gestiegenen Anforderungen an
Präzision der Schneidgeometrie und der Werkstoffe allgemein haben
bereits 1987 zur Gründung des Fachverbandes deutscher
Präzisionswerkzeugschleifer (FDPW e.V.) geführt. In diesem Fachverband
haben sich Schleifbetriebe aus ganz Deutschland zusammengefunden. Er
zählt heute ca. 300 Mitglieder und ist die fachliche Vertretung der
Branche. Auch Betriebe aus dem europäischen Ausland haben sich dem FDPW
angeschlossen, was die Bedeutung dieses Verbandes unterstreicht.